EA wird am 05. Mai seine Bilanzen für das letzte Geschäftsjahr veröffentlichen. Und wenn die Prognosen Recht haben, dann darf man Rekordverluste von über 1 Milliarde US-Dollar erwarten. Die Frage, ob sich dass auf Warhammer Online auswirken wird, ist natürlich berechtigt. Schließlich könnten derartig hohe Verluste auch Kündigungen und Einschränkungen zur Folge haben. Derzeit ist noch nichts in dieser Richtung bekannt und wir hoffen natürlich alle, dass weder der Service noch die kontinuierliche Hege und Pflege von Warhammer Online darunter leiden werden. Wenn sich etwas ergibt, dann werdet ihr es natürlich von uns erfahren.
Am 5. Mai veröffentlicht Electronic Arts die Bilanzzahlen für das zum 31. März beendete Geschäftsjahr. Wie wird die Unternehmensbilanz des Krisenjahres 2008 ausfallen? Als sicher gilt, dass der Major in den zurückliegenden zwölf Monaten herbe Verluste hinnehmen musste. Auf mehr mehr als eine Mrd. US-Dollar beläuft sich das Minus nach neun Monaten. Knackpunkt war das ansonsten so gewinnbringende Weihnachtsgeschäft, das 2008 in einem Schreckensquartal mit mehr als 640 Mio. US-Dollar Verlust mündete. Werden die Ergebnissen aus den ersten beiden Quartalen hinzugerechnet, hat Electronic Arts nach neun Monaten ein Minus von über 1,045 Mrd. Dollar erwirtschaftet. Und auch wenn noch keine konkreten Zahlen für das vierte Quartal vorliegen, ist nicht anzunehmen, dass sich an den grundlegenden Werten noch viel zum positiven geändert hat. Vielmehr dürfte die Releaseverschiebung von "Die Sims 3" ins neue Geschäftsjahr nochmals kräftig Umsatz gekostet haben.
Vorsichtig bereitet der Konzern derweil die Öffentlichkeit auf die Bilanzveröffentlichung vor. UK-Chef Keith Ramsdale sagte in London: "Das Geschäftsjahr 2009 (Ende: 31. März 2009, Anm. d. Red.) ist für Electronic Arts nicht gut verlaufen". Ins Detail ging Ramsdale verständlicherweise nicht. Vielmehr wurde der Blick nach vorn gerichtet. Regelrecht angriffslustig präsentierte sich Ramsdale der britischen Fachpresse: "Wir werden im neuen Geschäftsjahr Marktanteile zurückerobern - das ist unser erklärtes Ziel." Dabei zielt EA fraglos auf Activision Blizzard ab, die mit EA um den Titel des weltgrößten unabhängigen Spielevermarkters ringen. Ramsdale weiß auch schon, mit welchen Mitteln die Rückkehr an die Spitze gelingen wird: "Die Sims 3", Wii und Online sollen die Stützpfeiler des EA-Comebacks sein.





